Zugmonitor der Süddeutschen Zeitung

Interessantes Thema in der Süddeutschen heute zum Thema Bahnverspätungen. Dabei ist eigentlich weniger die Ergebnisse an sich interessant, sonder das vorgehen. Mit der als scraping bekannten Methode (abgreifen von Informationen einer Webseite ohne API Schnittstelle oder dergleichen) wurden Zugdaten von der Internetseite der Bahn gesammelt und dann einerseits einer Analyse unterzogen, andererseits – und das ist das interessante daran – werden diese Informationen live in eine Karte umgesetzt. GIS praktisch angewendet im Journalismus.
zugmonitor
Auch wenn beides für uns Geographen nicht wirklich „rocket science“ ist, so ist es doch ein Beispiel mehr für den Einzug der Geographie in alle Lebensbereiche.
Hier geht’s zur interaktiven Karte:
http://zugmonitor.sueddeutsche.de/
Hier zum Bericht wie der Zugmonitor entstand:
http://www.sueddeutsche.de/kolumne/werkstattbericht-wie-der-zugmonitor-entstanden-ist-1.1303418

Eis aus der Tiefe – Klimaforschung am Meeresgrund

Gerade gab’s eine interessante Arte Doku zum entspannen. Es ging um Methanhydrat das auf dem Boden des Meeres liegt.

Methan ist ein etwa 25 mal so wirksames Klimagas wie CO2. Während des industriellen Zeitalters hat sich seine Konzentration in der Atmosphäre von 715ppb (parts per billion) fast auf die 2.5 fache Konzentration von 1774ppb in 2005 erhöht. Schon sein einiger Zeit ist bekannt, dass es wohl riesige Lagerstätten von festem Methanhydrat auf dem Meeresgrund gibt. Dort wird es aufgrund der niedrigen Temperaturen und des hohen Druckes im festen zustand gehalten.

Die Dokumentation beschreibt die Suche nach Methahydrat im Mittelmeer geleitet von Gerhard Bohrmann, der übrigens auch als literarischen Abbild in Frank Schätzings Roman „Der Schwarm“, der sich unter anderem auch mit diesem Thema befasst,zu finden ist.

Insgesamt eine gute Doku in gewohnter Arte Qualität.Youtube link: Eis aus der Tiefe – Klimaforschung am Meeresgrund

Man sollte vielleicht einen kurzen Gedanken daran verschwende, welche Auswirkungen die Erwärmung der Weltmeere auf das Methanhydrat hat. Neben den möglichen Emission von „fossilem“ Methan könnte es zu abrutschen an den Kontinentalabhängen kommen. Die Storegga-Rutschung vor Norwegen vor etwa 40.000 Jahren wird damit in Verbindung gebracht.

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